26. Mai 2011

So sehen die Windprognose-Bilder des dänischen Wetterdienstes aus. Blau und Grün sind mäßige bis prima Winde. Gelb und Orange sind fette bis ganz schön fette Winde. Die Prognose, die Ihr hier seht, hatten wir gestern Abend; darauf haben wir uns entschlossen, heute um 5 Uhr zu starten (von Femö - so schöne Insel!!!!) um vor dem Windgebiet in Bagenkop (Langeland - siehe roter Punkt) zu sein. Und dann haben wir hier "Wetter-watching" gemacht. Es war tatsächlich ziemlich beeindruckend. Binnen 3 Minuten wechselte der Wind 180 Grad die Richtung und es fegte eine dicke Windfront (verbunden mit schwarzen Wolken) über den Hafen. Sieht man nicht oft - und gern nur aus dem Hafen!
Jetzt ist der Himmel wieder sauber gefegt, und durch unser Bullauge kann ich einen schönen Sonnenuntergang hinter der Mole des Hafens sehen.
Morgen wird wohl Sonderborg auf dem Programm stehen - wieder mit ordentlich Wind - aber unsre Kids haben Spaß und machen eine sehr guten Job!

25. Mai 2011

Ist das wohl ein verrücktes Bild? Unsere Toppfahne (heißt "Vloegel") weht mit Westwind Stärke 6 nach Steuerbord, am Mast bildet sich ein so kurioser Wirbel, dass die Gastlandfahne, die deutsche Flagge, direkt darunter nach Backbord weht. Sieht gut aus, oder?
Inhaltlich: Vorgestern also die 60 Meilen (denn die sind es dann doch geworden) nach Nysted, gestern dann, mit viiiiiel Wind durch den Guldborgsund nach Guldborg. Leider war nicht alles besegelt, aber teilweise ging es; und auch ohne Segel war es mit dem starken Wind ein spannender Kurs.
Der weitere Plan: In die Inselwelt des "Smalands-Fahrwasser" und, wenn möglich morgen nach Bagenkop, der Heimat näher kommen.
Gestern Abend hatten wir einen feinen Grill- und Lagerfeuerabend am Strand, malerisch unter tief hängen Zweigen und mit Gitarre und Gesang. Just schön!

23. Mai 2011

Montag, wir haben Travemünde nun wieder hinter uns gelassen – jetzt wurde es auch Zeit, aus der Ecke mal wieder raus zu kommen. Am Wochenende stand der erste Eltern-Kind-Törn auf dem Programm. Alles dabei: Ankern, Baden, Schlauchboot-fahren, Flaschenpost, Wikinger-Schach, Angeln (mit Erfolgen!) und tolles Segeln – wir hatten Mega-gutes Wetter.
Jetzt ist die nächste Gruppe an Bord - 10. Klasse eines Gymnasiums – und wir sind fett unterwegs. Zunächst war Fehmarn geplant, jetzt haben wir grad umentschieden auf Nysted, um den Guldbordsund fahren zu können. Mal eben 55 Meilen abreißen…
Und wir haben einen Gast an Bord: Die Taube, getauft Hildegard, ist seit 2 Stunden mit von der Partie und beliebter und zahmer Gast – der grad die letzten Essensreste von unserem Fußboden vertilgt…

19. Mai 2011

Es wurde vorgestern dann noch einmal Wismar-Travemünde – und wir haben uns den Traveeingang mühsam und redlich erkreuzt! Am Abend alle müde und glücklich. Gestern dann unter Segeln aus der Trave raus – das eine Hochhaus steht am Ufer (Hotel „Maritim“), das andere Hochhaus kommt uns entgegen (Fähre) und neben uns die „Passat“ – coole Sache!
Zunächst war der Plan, nach Boltenhagen zu segeln – und es war auch ein feiner Wind (6,8 Knoten). Aber als wir so an Timmendorf (Insel Poel) vorüber segelten, da dachten wir uns „schauen wir in den kleinen Hafen doch mal rein“. Und tatsächlich: Grad genug Raum zum Drehen und auch ein kleiner Steg frei – nix wie ran! Und da sind wir dann auch liegen geblieben. Strand, Steilküste, kleiner Hafen, warmer Abend.
Und das Kochteam lief zu Hochform auf und das Nachtischbuffet spricht für sich!
Heute wieder Wismar und die 2. Gruppe SIK-Holz geht von Bord. Leute: Es waren feine 3 Tage! Wir ‚düsen’ mit der Albertha morgen nach Travemünde (mal wieder) und haben da dann unser erstes Eltern-Kind-Wochenende.
Liebe Grüße an Euch alle dort im Land!

16. Mai 2011

Oh, oh – ich bin schon wieder säumig mit diesem Eintrag…
Es gibt viel zu berichten: Freitag also neue Gruppe an Bord, die Firma SIK-Holz. Wieder Glück, wieder nette Leute, wieder tofte Stimmung.
Samstag nach Travemünde („Wettertag“. Alles dabei von Sonnenbad bis Regentanz, von Bikini bis Sturmsegel). Dort war Hafenfest zu Ehren der ‚Passat’, die gute Dame wurde 100 Jahre alt. Und die segelt nicht mehr, da konnte unsere 120-jährige flotte Seglerin nur schmunzeln. Es waren an Großschiffen zu Gast, was Rang und Namen hatte (auf dem Bild die ‚Kruzenstern’, die ‚Sedov’ und die ‚Mir’). Und natürlich Feuerwerk.
Gestern, Sonntag dann einen schönen Segel- und Kreuztag nach Neustadt, heute mit Windstärke 5-6 nach Wismar zurück. Halber Wind, ein Traumsegeln (nur etwas kühl, falls man eine kleine Kritik äußern soll).
Jetzt grad in diesem Moment bezieht die 2. „Fuhre“ von SIK das Schiff und morgen wieder ein neuer Start…

12. Mai 2011

Und eins – und zwei – und drei – und hoch das Bein – uuund strecken – uuund ein… früher Gymnastik, heute „workout“. Unsere stets gut gelaunte Truppe an Deck. „Wir brauchen Bewegung, Arne, guck nicht so!“ -- uuund eins…
Ein warmer Tag, das Wasser teilweise wie ein Spiegel. Unsere Tour ging von Burgstaaken (Fehmarn) nach Boltenhagen (Wismar-Bucht). Leider nur teilweise unter Segeln, dafür halt Sonne. Am Ende dann noch ein fettes Gewitter mit Platzregen.
Jetzt ist es wieder schön ruhig draußen und die adretten Häuser der Marina liegen im Abendlicht. Absolut ruhig hier.
Morgen dann nach Wismar und Gruppenwechsel. An dieser Stelle Dank an Euch, Ihr netten Berliner!

11. Mai 2011

Die ersten warmen Abende. Gestern Barfuß am Strand, heute auf der Terrasse vom „Piratennest“ (Kneipe):
Wir haben eine neue Gruppe an Bord, Krankenpflegeschüler aus Berlin, und sind auf dem Weg Richtung Wismar. Gestern Eckernförde – Laboe, heute in 3 riesigen Schlägen (gegenwind) und 50 Seemeilen von Laboe nach Fehmarn (Orth). Morgen starten wir dann die Inselumrundung und hoffen, nach Burgstaaken zu kommen.
In Orth ist es immer herrlich ruhig. Die ersten Grillen lassen sich hören und die Sonne ist in einem warmen Farbenspiel versunken. Hier so zu sitzen und auf den Hafen zu schauen lässt man sich wahrlich gefallen!

6. Mai 2011

Zu Besuch bei der „Gorch Fock“.
Das deutsche Segelschulschiff ist wieder zuhause und ankerte gestern in der Kieler Außenförde. Wir grad auf dem Rückweg mit unserem zweiten Laboer Kindertörn und sind natürlich mal gucken gefahren. Eine Ehrenrunde rund um den großen Kollegen, Winke, Winke und die Kids haben sogar „Weiß ist das Schiff, das wir lieben“ gesungen – die Hymne der „Gorch Fock“.
Jetzt sind wir grad mit dem dritten Törn gestartet. Die See liegt still wie ein Handtuch, Sonne mindestens 38 Grad (naja, gefühlte Temperatur) und aus uns Eisbrecher ist wieder eine Sonnenliege geworden. Schön so!

3. Mai 2011

Längere Sendepause – sorry dafür!
Stand der Dinge: Wir sind mittlerweile (alle Jahre wieder) mit den Kids aus Laboe unterwegs. Roundabout 10 Jahre alle, hochmotiviert und mit viel Spaß dabei. Da dreht man die eine oder andere Schlangenlinie mit den kleinen Steurmännern (und –frauen), aber die haben echt Freude!
Ich hab ein wenig die Befürchtung, dass wir zum Eisbrecher werden, wenn die arktischen Temperaturen anhalten, aber der Trend zeigt aufwärts. Größter Hit momentan: Wikinger-Schach. Immer kräftig drauf auf die Holzklötze – ist aber auch ein echt feines Spiel!

29. April 2011

Wieder ein sehr schöner Törn beendet. Unsere erste Ostseetour war ein dermaßener Hammer. Bestes Wetter, schönste Häfen und Küsten und dazu noch ein Variation verschiedenster Winde im Angebot. Wir müssen echt brave Kinder gewesen sein und den Teller sehr leer gegessen haben.
Bild: Bordmusik in Aabenraa, Clara am Stimmband, Michael an der flotten Hupe, Moritz zupft den dicken Darm, meine Wenigkeit auf der Sitztrommel. An Land wurde derweil Wikingerschach gespielt, das ist der ganz neue Renner an Bord.
Morgen kommen jetzt die ersten Kids der alljährlichen Grundschultörns. Die Grillsachen sind schon verstaut.

26. April 2011

Was soll man zu so einem Bild noch sagen? Sommer, Sonne, Cocktail (Buttermilch mit O-Saft und Softcake). Wonderbra!

25. April 2011

Wetter, Wetter, Wetter! Ein Traum in Tüten, oder? Wir schwelgen in Sonnenschein – und es ist zudem auch noch ein stetiger Wind da! Wir sind ja momentan mit einer Freundesgruppe von uns unterwegs und haben gestern und vorgestern die dänische Südsee ausgiebig genossen. Vorgestern von Marstal durch enge Fahrwasser nach Faaborg, gestern mit achterlichem Wind (3 Halsen) und ganz gemächlich durch die Buchten Westfynens in einen abgelegenen Meereszipfel hinter der Halbinsel Agernaes und dort vor Anker. Eine Nacht mit einer Millionen Sternen und ein neuer, sonniger Morgen, der uns nun wieder auf’s Meer lockt. Ziel heute: Mal sehen!

23. April 2011

Jetzt sind wir so richtig wieder auf der Ostsee angekommen. Planmäßig aus dem NOK und nach Laboe rüber – jetzt schon die erste Ostseegruppe an Bord. Gestern Windstärke 4-5 aus Ost-Nord-Ost und direkt nach Marstal gesegelt (naja, 4 Kreuzschläge waren nötig). Hier liegen wir jetzt also in strahlendem Sonnenschein (ich befürchte ein wenig, dass der April das Wetterhighlight des Jahres wird, und dafür der Sommer ersatzlos gestrichen ist – aber lieber optimistisch denken, oder?). Heute wollen wir die dänische Südsee unsicher machen. Ziel Aerosköbing, Faborg oder so etwas – vielleicht auch eine der kleinen Inseln, mal sehen.
Bild: Es grüßen Euch - die Klüvermädels.

20. April 2011

Gestern: 04:30 mit ablaufender Tide aus Wangerooge los. Die Ausfahrt aus dem Wangerooger Seegat (Ausfahrt zur Nordsee zwischen den Inseln) bei 1,8m Wassertiefe – darum der frühe Aufbruch.
Dann lief alles wie am Schnürchen und wir konnten bis in die Elbe-Einfahrt und dann auch in der Elbe noch einmal segeln. Nachdem wir um 13 Uhr in Cuxhaven hätten sein können, beschlossen wir, bis Brunsbüttel durch zu schießen. Hinter den Schleusen des Kanals war dann kein Liegeplatz und so ging es dann noch weiter bis Gieselau in unseren kleinen, verträumten Kanalliegeplatz.
Heute unterwegs auf dem letzten Teilstück Richtung Kiel und voraussichtlich bis Holtenau. Zwischenstopp grad in Rendsburg und lecker Eis gegessen und eingekauft. Wir freuen uns voll auf die Ostsee!!!

16. April 2011

So sieht es aus, wenn die Albertha in den Hafen einläuft. Bild von der Langeooger Web-Cam, heute 13:30 Uhr.
Weiterhin tolles Wetter, das uns verwöhnt, weiterhin läuft alles prima. Inselhopping. Gestern Borkum > Norderney, heute Norderney > Langeoog. Morgen soll es, mit Mittagspause in Neuharlingersiel, nach Spiekeroog gehen. Alle freuen sich auf das nette Örtchen. Und der 19. April wird dann der Überfahrtstag in die Elbe nach Cuxhaven sein. Und am 20. dann mal nachsehen, ob sich der Kanal von dem Crash erholt hat.

13. April 2011

Jetzt sind wir unterwegs in die Ostsee! Gestern Abend haben wir die Einzelbuchergäste für die Überführung an Bord genommen (netter Haufen) und sind heut morgen um 06 Uhr aus Lemmer gestartet. Kurzes Stück Ijsselmeer, Schleuse in den Princess-Margriet-Kanal – und dann um Ecken und Kanten und durch’s tiefste Friesland – immer der „Staande Mast Route“ nach (die Fahrtroute mit ausschließlich bewegbaren Brücken). Vorbei an Kühen und gemütlichen Häuschen, durch schmale Brücken und Binnenmeere – und durch Leeuwarden, Frieslands Hauptstadt. Ich sag mal „Kamel durch Nadelör“ beschreibt ungefähr die Enge der Kurven und Brücken (Bild). Aber ein tolles Erlebnis mitten durch eine Großstadt zu gondeln!
Jetzt liegen wir am Lauwersmeer und werden uns morgen ins Watt wagen.

11. April 2011

Ist sie nicht wunderschön??? Da liegt sie, im Hafen von Medemblik in der Morgensonne (Schiff dahinter: Die „Bontekoe“).
Hier in Holland zu segeln ist schon in ein paar Dingen etwas Anderes, als in der Ostsee. Hier atmet noch alles die Geschichte dieser Schiffe und eine ganz generelle Verbundenheit mit der Seefahrt. An jeder Ecke Werften, alte Bilder, Geschichten, Symbole. Und viele, viele schöne Tjalken. Ganz oft mit so klangvollen Namen wie „Vertrouwen“ (Vertrauen), Vrijheid“ (Freiheit), „Spes mea“ (meine Hoffnung), die zeigen, welche Rolle diese Schiffe früher (vor hundert Jahren!) in den Leben ihrer Besitzer gespielt haben.

9. April 2011

Die „De Albertha“ ist wieder unterwegs! Wir segeln wieder! Gestern Abend die erste Gruppe der Saison an Bord genommen – in Lemmer. Schiffchen mit allem fertig, schön unter Farbe – und jetzt wollte sie auch echt los. Hat fast an den Leinen gerissen unsere alte Renntjalk.
Und heut durfte sie dann endlich. Windstärke 4, knallblauer Himmel, 3 Wenden für den Anfang – es war toll!
Die Kids der Gruppe (9. Schuljahr) sind auch prima. Voll nett und interessiert.
Momentan Station: Stavoren. Schöner Abend mit stimmungsvollem Sonnenuntergang und letzten Arbeiten an Deck (auf dem Bild „Wie tune ich meine frisch überholte Segelwinde? – Ein Kurs für den heimwerkenden Skipper“).

1. April 2011

„After a long working-day behind you…“ (kleines Zitat vom Marlboro-Mann) – so sitzen wir dort also, stoßen auf das Werk des Tages an und freuen uns der ruhigen Abendstimmung. Alle Leute der Werft sind ins Wochenende, die Albertha glänzt teilweise schon wieder im neuen Kleid, über den Feldern steht die Abendsonne und verspricht einen schönen Tag morgen. Da hat man doch ein lecker Bierchen verdient.
Jetzt noch kräftig malen, malen, malen und dann geht es am Montag wieder ins Wasser.