28. September 2009

Montag. Gestern wieder einmal Gruppenwechsel. Die Familien- und Freundesbande ist von Bord (2 Tage sind manchmal echt zu wenig) und die Jugend-Wohngruppe aus der Schweiz ist an Bord. Sie kamen Sonntagabend, echt spät - Dank an die Deutsche Bundesbahn! Heute morgen daher noch einige Sätze zur Einführung und danach Segelvorbereitung. Wind mit Stärke 6 aus West - da haben wir erst einmal 2 Reffs ins Großsegel geknotet (Photo). Anschließend sind wir mit 7,5 Knoten nach Maasholm geflogen, wo wir jetzt auch liegen. Mittlerweile ist auch Regen hinzu gekommen und wir sind ganz froh, dass wir jetzt gemütlich unten sitzen und Abendbrot essen können!
Und übrigens: Vorgestern ist es dann nicht die Schlei, sondern Sonderborg geworden - wir waren so fix unterwegs, da haben wir mal eben 38 Seemeilen gemacht (und Sonntag dann wieder zurück).

25. September 2009

Und da sind wir wieder! Zurück nach 4 Tagen "Heimaturlaub" auf dem Schiff. Ist schon echt ein Weltenwechsel von Dortmund nach Laboe!
Die neue Gruppe ist an Bord - eine Freundestour rund um zwei Stammgäste, die uns bisher von der Kieler Woche kennen. Eine nette, lustige Runde.
So, wie auf dem Bild, sitzen wir dann bei den Einführungen und erzählen 'den Neuen' etwas über das Schiff, seine Bedienung und vor allem die Sicherheit an Bord. Machen eine Kennenlernrunde und planen die Reise. Plan für morgen: Wahrscheinlich Richtung Schleifjord. Der Wind soll West/südwestlich bleiben - da winkt die beste Eisdiele der Ostsee!

20. September 2009

Die Einfahrt nach Laboe hat gut funktioniert. Ein beeindruckender Vorgang, zehn Großsegler in den engen Hafen "einparken" zu sehen.
Wir liegen an unserer gewohnter Stelle, denn wir sind ja, im Gegensatz zu allen anderen, hier 'zuhause'. Das Wochenende war erfüllt mit den Klängen der Shanty Chöre. Direkt neben uns ist ein Festzelt aufgebaut, und da geht richtig die Post ab. Gestern Abend war dann großes Finale mit allen Chören, Dank an die Schiffe, Verabschiedung durch die Bürgermeisterin.
Heute sind die anderen Schiffe ab 11 Uhr wieder Richtung Kiel-Holtenau ausgelaufen, und in Laboe kehrt wieder Ruhe ein. Wir haben jetzt fünf Tage frei (die Büroarbeit ruft!) und bekommen am Freitagabend, 25.9., unsere nächste Gruppe. Bis dahin dann!

17. September 2009

Und jetzt gibt es schon wieder jede Menge zu erzählen: Nach dem Törn „Tiessen-Race“ und unserem glorreichen Erfolg, kamen am Sonntagabend dann die Herforder Shantys an Bord. Gemeinsam mit dem Chor nehmen wir an der ISSA (internationale Vereinigung der Chöre) Shanty-Tour teil.
Zuerst einmal gab es einen Zwangs-Ruhetag in Kiel, weil echt einfach zu viel Wind war – und auch noch aus der falschen Richtung (wir wollten nach Heiligenhafen).
Aber am Dienstag ging es dann wieder, da haben wir das Schiff nach Laboe verlegt und gestern, Mittwoch, ging es dann endlich unter Segel. Ziel war Marstal – und jetzt wird es spannend: Aus Protest gegen wachsende Auflagen aus Dänemark und Deutschland gegen uns Traditionsschiffe war ein internationales Schiffstreffen ausgerufen worden. Und wir natürlich dabei. 26 Schiffe lagen schließlich im Hafen von Marstal (Insel Aerö). Eine beeindruckende Kulisse!
An der Kaimauer gab es dann auch ein Konzert der Chöre (Dank!) sowie die feierliche Übergabe einer Petition an den Bürgermeister. Alles sehr gelungen!
Die heutige Segeltour: Marstal – Damp. Bei bestem Wetter und unter vollen Segeln.
Morgen ist ab 13 Uhr gemeinsames Einlaufen aller Schiffe (immerhin elf Großsegler!), die an der ISSA-Tour teilnehmen, in Laboe. Das wird ein tolles Gewusel werden!
Ach ja: Die Presseerklärung zu der Aktion in Marstal, falls Euch der Fall interessiert, findet Ihr unter "Aktuelles/Angebote" und "Die Albertha-News".

13. September 2009

Und jetzt gibt es jede Menge Neuigkeiten:
Zunächst einmal: Wir sind gut den Rest der Strecke, "heim" nach Laboe gekommen. Es war eine schöne Überführung mit tollen Segeltagen!
Unser anschließender Törn dann, mit einer Einzelbuchertruppe: Die Teilnahme am Tiessen-Race. Einer Regatta der Chartersegler von Kiel nach Eckernförde.
Start gestern, Samstag, 13 Uhr an einer gedachten Linie zwischen den Tonnen 8a und 8b am Eingang der Eckernförder Bucht. Der Wind stand gegenan, es musste also in die Bucht gekreuzt werden.
Wir liefen relativ spät über die Startlinie und mussten dann das Feld von hinten aufrollen. Es war superspannend. Wann machen wir am besten die Wenden? Wie fahren die Anderen? Und vor allem: Wie schaffen wir es, eine Gruppe von neuen Gästen so schnell wie möglich auf ein Regatta-Niveau zu bringen?
Es ist uns gelungen! Die ganze Mannschaft hat einen Super-Job gemacht; hatte einen riesen Spaß; - und holte den Sieg!
Die "De Albertha" ging mehr als 10 Minuten vor dem Zweitplazierten über die Ziellinie! Was ist sie doch für eine tolle, schnelle, alte Dame!!!
Auf dem Bild: Das war der Moment an, dem klar wurde, dass wir vor der "Oban", dem Zweiten, anluven konnten und höher an den Wind gehen.
Naja, und dann folgte, auf der Ziellinie, der verdiente Jubel. Und abends die fette Party...

8. September 2009

Länger mal wieder nicht gemeldet. Viel zu tun und schlechtes Netz.
Wir sind jetzt mitten auf der Überführung. Wir haben 4 Tage Zeit und das Schiff muss von Stralsund nach Kiel bzw. Laboe zurück. Das ist schon eine fette Strecke. Gestern 68 Seemeilen (!!!) von Stralsund nach Gedser - am Ende war es eine Windstärke 4-5 genau aus der falschen Richtung. 12 Stunden unterwegs, aber ein geiler (sorry, aber der Ausdruck passt!) Segeltag! Heute sollte es dann Bagenkop sein, noch einmal 50 Seemeilen, was uns auch gelungen ist. Der Wind schlief gegen Nachmittag etwas ein und da kam der Motor noch zum Einsatz. Da hat es sogar zu einem feinen Bad am Strand von Bagenkop noch gereicht. Ich habe Euch die Strecke mal aufgezeichnet.
Morgen soll es Maasholm werden, womit wir wieder in echt heimatlichen Gewässern sind - ist auch schön, mal wieder nach Hause zu kommen, und Laboe freut sich schon auf uns. Wir uns auch auf Laboe.

4. September 2009

Nach der Grill-Orgie wurde am nächsten Morgen erst einmal Kriegsrat gehalten. Viel Wind für das Wochenende in der Prognose. So viel Wind, dass es zweifelhaft erschien, ob wir die geplante Überfahrt nach Warnemünde (am Samstag) schaffen. Daher entschieden wir mit der Gruppe zusammen, schon Richtung Stralsund zu segeln. Lauterbach wurde es dann vorgestern, gestern Kloster (wir sind wieder auf Hiddensee!), wo wir heute einen Liegetag machen, weil echt viel Wind ist und unsere Marine-Kameraden auch gerne mal die Insel bewandern wollen.
Jetzt grade sitzt der Shanty-Teil der Truppe draußen, auf dem Deck, das Akkordeon im Anschlag, und unterhält den ganzen Hafen. Eine filmreife Atmosphäre! "Auf der Reeperbahn nachts um halb eins..."

1. September 2009

Inzwischen haben wir also wieder die nächste Gruppe an Bord. Die Marinekameradschaft Velbert. Die Jungs sind vorgestern in Stralsund an Bord gekommen. Gestern sind wir dann um 12:20 Uhr durch die Rügenbrücke und mal wieder Richtung Greifswald - die schöne Einfahrt und Stadt kann man ja nicht genug präsentieren. Das war auch ein sehr schöner Abend dort - Gruß an Arno, den Hafenmeister!
Heute dann ein relativ kurzer Schlag nach Köslin (gegenüber Peenemünde). Aber mit ziemlich fettem Wind und noch einigen spannenden Wenden direkt in das Fahrwasser hinein.
Heut abend war dann noch so richtig warmes Wetter und wir haben eine abgelegene Grillwiese gefunden, auf der dann Gelage gehalten wurde.

29. August 2009

Kurzer, knapper Eintrag. Es ist halb zwölf und ich muss dringend ins Bett.
Greifswald ist also wirklich jeden Besuch wert. Ein echt schmuckes Städtchen. Daher, und weil wir noch den Geburtstag des Skippers feiern mussten, ging es am nächsten Morgen nicht allzu früh los. Ziel: Lauterbach, an der gegenüberliegenden Seite des Greifswalder Boddens. Lauterbach ist der Hafen des Kurbades Putbus, das alle auch abends noch brav besucht haben.
Heute dann mit Südwest 5 nach Stralsund. In den Sund hinein mussten wir kreuzen, was aber auch mal wieder so richtig "segeln" war.
In Stralsund dann unser letzter Abend mit den Einzelbuchern dieser Tour - eine wirklich feine Truppe hat sich da gefunden und es klang sehr harmonisch mit einem guten Whiskey aus. Prost!

27. August 2009

In Kloster sind wir erst später los, vorher war noch ein wenig Sightseeing auf Hiddensee angesagt - sehr lohnend.
Anschließend führte uns das enge Fahrwasser zwischen Hiddensee und Rügen gen Süden, auf Stralsund zu. Die imposante Silhouette der Stadt war schon in großer Entfernung zu sehen; majestätisch 'schwebten' die drei großen Kirchen über dem Horizont. In Stralsund waren zwei Stunden Pause zur Stadtbesichtigung, weil wir auch auf die Brückenöffnung der Rügendammbrücke warten mussten.
17:20 Uhr durch die Brücke und gegen 20 Uhr hatten wir die Bucht erreicht, in der wir ankern wollten. Zack, Anlegebierchen, zack, Suppe auf den 'Tisch' (wir haben auf Deck gegessen, mit Blick in den Sonnenuntergang).
Heute Morgen sind wir dann unter Segeln wieder ankerauf gegangen, und es ist uns ohne Motorhilfe gelungen, aus der Bucht zu segeln - war eine spannende Kiste.
Jetzt sind wir in Greifswald angekommen. Eine herrliche Einfahrt, eine tolle, alte Stadt! Auf dem Bild durchqueren wir gerade die Wiek-Brücke, die an der Seeseite des Greifswalder Kanals liegt.

25. August 2009

Und es gibt direkt noch etwas zu vermelden: In der Einfahrt zum Hafen Kloster hatte sich grade noch ein kleiner Traditionssegler-Kollege fest gefahren und lag auf Schlick. Wir, lieb wie wir sind, also noch einmal los gemacht und ihm zur Hilfe geeilt.
Es brauchte allerdings auch zwei Anläufe, um ihn aus dem Dreck zu ziehen. Jetzt liegt er friedlich neben uns im Hafen, alle sind glücklich und es scheint sogar, als ob die Regengebiete an uns vorüber ziehen.
Morgen soll es dann (nach Frühstück und Besichtigungstour) weitergehen in Richtung Rügener Boddenlandschaft.

25. August 2009

Sorry, ich habe den Erfolg nicht sofort gemeldet, gestern Abend hatten wir kein Netz.
Wir haben die 48 Seemeilen geschafft - um genau zu sein sogar 62, weil wir ab der Ecke Darßer Ort den Wind so östlich hatten, dass wir kreuzen mussten - was wir auch beinhart durchgezogen haben; 12 Stunde und ein geiler Segeltag!
Unser Hafen war dann Barhöft. Kleiner Ort inmitten schöner Natur im Naturschutzgebiet Rügen/Zingst. Heute dann ein Schlag Richtung Nord, die Westküste Hiddensees hinauf, um die Nordspitze herum (tolle Steilküste) und nach Kloster (nicht ins Kloster sondern nach Kloster, Ort auf Hiddensee).
In der Libben-Bucht eine Badepause und eine Mann-über-Bord-Übung".
Neues an Bord: Heute wurde bei uns an Bord ein Heiratsantrag gemacht. Per Banner, das wir zwischen die Backstagen gespannt haben - Zirkusreife Vorstellung! Lohn der Mühe: Sabine sagt "JA" zu ihrem Manni und im Oktober ist Hochzeit. ALLES GUTE, Ihr beiden! Wir hoffen, wir feiern Euren 15. Hochzeitstag dann auch an Bord :-). 

22. August 2009

Und alles hat wunderbar gepasst!
Der westliche Wind hat uns sanft nach Dänemark und zurück getragen. So sanft, dass ganz entspannt an Deck das Essen vorbereitet werden konnte.
Koch Simon hat gehalten, was er versprach: Feinstes Speisen mit allem Drum und Dran.
So war also alles enthalten: Segeln und anpacken; Schlemmen und verwöhnt werden.
Jetzt sind wir grad wieder zurück in Warnemünde Hohe Düne, vor 15 Minuten fest gemacht.
Am Montag geht es dann los Richtung Osten. Eine Woche um mit 18 Einzelbuchern bís Stralsund zu segeln. Wir sind auch sehr gespannt, das ist auch für uns neues Terrain, das es zu erkunden gilt. Sicher ist: Die erste Etappe ist schon mal ein Hammer: 48 Seemeilen müssen wir schaffen.

20. August 2009

Da sind wir wieder.
Alles gut bei der Albertha, sie hat die freien Tage in Rostock auch gut überstanden.
Jetzt steht die nächste Gruppe auf dem Plan. Dieses Mal ein etwas anspruchsvolleres Projekt: Eine Abteilung der Fa. Reemtsma kommt an Bord, und es soll auch ein wenig 'Kochprogramm' geboten werden. Dazu haben wir Simon (Koch) und Clara (Service) zur Hilfe geholt (Danke ihr beiden!!!) und sind erst einmal richtig, richtig fett einkaufen gegangen. Bei dem Speiseplan, den Simon da aufgestellt hat (Perlhuhnbrust in Honig-Orangensoße zum Beispiel, oder Schweinefilet mediterran gefüllt - lecker!), läuft einem jetzt schon das Wasser im Munde zusammen und er wird sicher gemeinsam mit den Gästen was Tolles zaubern.
Segelziel wird wohl Nysted sein - wenn das Wetter hält.

14. August 2009

Nach zwei Wochen wieder zurück in Rostock. Nach einem ‚faulen’ Tag gestern (Volleyball, „Werwolf-Spiel“) in Kühlungsborn dann heute morgen früh los (5:30 Uhr) und in den Sonnenaufgang hinein. Auf dem kurzen Stück von Kühlungsborn nach Warnemünde hat es uns noch einmal ein wenig durchgerüttelt (Welle), doch in der Warnow war der Spuk schon wieder vorbei.
Jetzt ist die Gruppe von Bord, und wir trinken noch ein relaxtes Bierchen mit den Betreuern, die später fahren.
Zwei Wochen sind auch für uns immer besondere Törns. Man kommt sich sehr viel näher und die vielen Eindrücke verbinden. Dieses Mal war denn auch wirklich alles dabei: Von Kopenhagen bis zur einsamen Bucht, von Flaute bis Windstärke 6, von Regen bis Hochsommer, von Fußballspiel bis Segeltheorie.
Vielen Dank an Euch nette Leute aus Kladow!
Jetzt hat die Albertha (und wir auch) erstmal 5 Tage frei - wir melden uns wieder!

12. August 2009

Ein "kleiner", ein "großer" und ein "sehr großer" Segeltag liegen nun seid Stubbeköbing hinter uns. Vorgestern ging es nur ein Stück den Grönsund hinauf, Richtung Westen, nach Vordingborg. Hier mal wieder: Ein fettes Fußballspiel angesagt. Alle aus der Gruppe mit Feuereifer dabei - wir, Besatzung, natürlich auch - Ehrensache! Dieses mal hat meine Mannschaft auch endlich mal gewonnen!
Gestern war es dann ein echter Aktionstag. 20 Meilen gegen den Wind mit einem Kreuzschlag nach dem anderen; dann abfallen und in den Guldborgsund. Den dann auch unter Segeln hinunter. "Schot nachgeben", "Fock schiften", "Schoten dichtholen"... und so weiter, und so weiter - echtes, fettes Segeln.
Am Ende der Tour dann: Ankern in einem kleinen Arm des Sundes. Sehr still, sehr malerisch.
Heute die Überlegung, ob wir die Fahrt über den Fehmarnbelt schon wagen sollen - haben wir getan, zeitweise mit 8,5 Knoten - und gut in Kühlungsborn angekommen. Da sitzen wir nun und morgen gibt es ein spätes Frühstück um 10 Uhr und anschließend ein Volleyballturnier - sehr sportliche Tage hier!

9. August 2009

Und der Wind hat gehalten! Wir haben die 47 Seemeilen von Flakfortet nach Klintholm letzten Endes in neuneinhalb Stunden geschafft - trotz kurzfristiger Flaute und Gegenstrom im Öresund. Es war ein guter Segeltag!
Von Klintholm aus sind unsere People dann heute (im Grunde gestern, denn ich schreibe dies in den frühen Morgenstunden des 10. August) zu den Mön-Klippen gewandert, wo wir sie -Überraschung!- dann abgeholt haben.
Die Albertha vor Anker vor der beeindruckenden Kulisse der Kalkfelsen, eine ziemlich hohe Brandung, und wir immer hin und her mit Albert (unserem Beiboot). Ein echtes Abenteuer, auf das viele "normale" Besucher sicher neidisch waren - wer wird schon per Beiboot vom Strand abgeholt - das aber auch so einige nasse Hosen bescherte (dicke Wellen eben).
Nach dieser Aktion blieb noch ein sehr schöner halber Segeltag, der uns mit zwei Halsen nach Stubbeköbing gebracht hat, wo wir jetzt grad liegen. Vor meinem Fenster das spiegelglatte Hafenbecken, über dem Ort eine große Stille - gute Nacht! 

8. August 2009

Gestern morgen ging es dann aus Kopenhagen wieder los. Alles gesehen und dann ist man auch nicht traurig, wenn man den freien Wind wieder um die Ohren hat. Apropos Wind: Der verließ uns dann allerdings auch relativ schnell wieder. Zunächst sollte das Ziel Malmö sein - das erübrigte sich dann Mangels Lufthauch. So landeten wir schließlich auf "Flakfortet", einer alten Befestigungsinsel aus dem 1. Weltkrieg. Ein kleiner gemütlicher Hafen nur für Sportboote, eine schmale, gemütliche Restaurantterrasse. Ansonsten Hügel, mit hohem Gras überwuchert, immer mal wieder Bunker, dunkle Gänge - ganz spannend!

Am Abend saßen wir dann mit der Gruppe auf dem höchsten Punkt der Insel, den Blick auf den Öresund und in den Sonnenuntergang und aßen Möhreneintopf. Das sind so Plätze, wie man sie selten im Leben geboten bekommt.
Der heutige Morgen findet uns schon früh wieder unterwegs Richtung Süden. Wir wollen gerne Mön und die Klippen erreichen und dort evtl. ankern. Mal sehen, ob heute der Wind hält...

6. August 2009

Wir haben Kopenhagen erreicht! und liegen vor dem Schloss Amalienborg. Ein schönes Plätzchen. Mitten in der Stadt aber nicht zu überlaufen. Schon eine tolle Sache, mitten in das Herz dieser Metropole zu segeln. Jetzt ist die Gruppe grad unterwegs und erkundet die City, während ich (arme Sau) am Rechner sitze und Euch dies schreibe ;-) - ach ja: 30 Grad im Schatten!


Gestern und vorgestern waren low-wind Tage. Um die Landspitze von Stevns Klint herum ging es noch ganz gut, und wir sind toll vor den Klippen gekreuzt; aber dann, "um die Ecke herum", kam aus dem Himmel nur noch Wärme.
Ursprünglich war der Plan, in Bögeskov fest zu machen. Allerdings stellte sich der Hafen als so klein heraus, dass für uns kein Platz war. Die Alternative war, vor dem Strand den Anker zu werfen. Ein idyllischer Platz! Baden, tauchen, ein schöner Spaziergang und ein Sonnenaufgang in Dunst und Nebelschleiern. Echte Seglerromantik. Welch ein Kontrastprogramm gegenüber Kopenhagen!

3. August 2009

3 Tage kein Eintrag, es ist viel passiert seither.
Am Samstag kam die neue Gruppe an Bord - viele bekannte Gesichter darunter, das ist immer sehr nett, Leute wieder zu sehen!
Am Abend dann noch direkt nach Warnemünde. Von dort dann Sonntag früh los, wir wollten unbedingt wieder schnell nach Dänemarkt hinüber. Hesnaes wurde es dann. 45 Seemeilen, ein stattlicher Tageserfolg. Heute haben wir dann Möns-Klippen umrundet und danach drehte der Wind immer ungünstiger, so dass es ein 12-Stunden Marathon-Tag wurde. Einlaufen in Rödvig (Insel Själand) bei Dunkelheit - und das ist vielleicht ein enger Hafen! Wir liegen am Kopf eines 4m breiten Steges. Zum Glück soll es heut Nacht kaum Wind geben.
Im Bild: Das späte Einpacken der Segel. Ingo und Hannah auf dem Dach.
Morgen, wenn es gut läuft, schon Kopenhagen - allerdings sind die Windprognosen bescheiden: Wenig Wind aus der falschen Richtung. Na, mal sehen...